... da hab ich mir gedacht...

Mach ich doch mal wieder einen Blogeintrag.

Soll schließlich die ganze Welt wissen, daß Yuki vom koeniglichen Spreeufer jetzt 2 Jahre alt geworden ist und ein richtig großer Hund ist.

Langsam gewöhne ich mich an mein neues Haus.

Nur eines ist ärgerlich. Neuerdings muss ich das Haus mit einer Katze teilen. Was soll das?
Das Vieh ist zwar irgendwie interessant, aber mit mir spielen will sie nicht. Faucht nur immer.

Ungerecht ist, daß ich das Katzenfutter nicht essen darf, dabei läßt sich die Katze so schnell vertreiben und das Futter duftet so gut, viel besser als meines.

Außerdem wird die Katze sehr oft gestreichelt, wenn ich dazu komme, werd ich immer angefaucht.

Ich versteh die Welt nicht mehr! Ich tu doch nichts, will doch nur spielen!

So ein Ärger. Hat michmein Instinkt doch nicht getäuscht. Frauchenund Herrchen ziehen um.
Es fing ja alles relativ harmlos an: Im Flur begannen sich Kisten zustapeln. Außerdem war Herrchen irgendwie leicht gereizt.

Ich habe mich sicherheitshalber immer zwischen die Stapel platziert, nicht dass die mich übersehen und einfach da lassen. Und nachts hab ich mich bevrzugt auf dem Kopfkissen zwischen Frauchen und Herrchen niedergelassen, damit die immer merken: Yuki ist auch noch da!


Aber heute war es schlimm: Zwei fremde kamen und schafften alle meine Möbel weg, meine Liegen, meine Couch...

Und ich konnte nicht einmal etwas tun um meine Anwesenheit kund zu tun! Ich wurde nämlich in ein Zimmer gepackt und sollte dort warten.
Zum Glück packte Herrchen auch Frauchen irgendwann in das Zimmer, uns beide würde er bestimmt nicht vergessen.

Am Nachmittag ging es dann ab ins Auto und zu unserem neuen Zuhause. Ruckzuck waren die Möbel ausgepackt, meine Schlafkiste hab ich auch schnell gefunden und gleich ausprobiert: Ja, schlief sich immer noch herrlich darin!

Vor allem, wenn man so müde ist, denn ein Umzug ist sehr anstrengend!

War das heute ein genialer Tag?

Dabei fing es gar nicht gut an. Noch vorm morgendlichen Gassi-Gehen ging es ab in die Tiefgarage zum Auto. Es wurde gleich losgefahren. Als wir ausstiegen, durfte ich gerade mal ein paar Schritte gehen und ein paar Neuigkeiten verteilen. Dann mußte ich wieder einsteigen und Herrchen und Frauchen verschwanden.

Nach einiger Zeit kamen sie wieder und, das entschädigte etwas für die Warterei, Herrchens Mutter kam auch! Bei ihr darf ich mich immer so richtig freuen, mit Schwanzwedeln, in die Hände beissen u.s.w. u.s.f.

Dann ging es wieder weiter. Irgendwann war wieder Schluß und wir stiegen aus. Den Ort kannte ich schon etwas. Frauchen und Herrchen sprachen von ihrem Haus. Den Zahn werde ich den beiden noch ziehen müssen, immerhin hab ich als erster alle Räume abgerannt und war pausenlos dabei von Raum zu Raum zu stürzen. Wenn Herrchen hoch wollte, war ich zuerst oben, wenn er wieder runter wollte, war ich vor ihm unten. Toll. Und man nann schön aus den Fenstern schauen. Schön.

Aber die Krönung des Tages war unser abendlicher Spaziergang im Park. Es war schon dunkel, doch ich hab die Enten auf dem Weg vor uns gesehen. Freudestrahlend auf sie zu stürzen ist eine Sachen von Augenblicken. Leider verschwand die Ente schnell, aber da saß noch eine, wieder raufgestürzt, wieder flatterte die doofe Ente weg. Vielleicht sollte ich einmal meine Taktik ändern? Denn ich sah noch eine dritte Ente. Diesmal verzichtete ich auf''s sofortige losstürzen. Leise anschleichen, links den Sprung antäuschen, ha! die Ente springt nach rechts und mir damit direkt zwischen die Pfoten und ins Maul.

Versteh gar nicht, warum Herrchen so erschrocken war! Ich tu doch nix, will doch nur spielen! Da, hab die Ente doch losgelassen. Die ist aber auch zu doof, statt wegzurennen, schlägt die nur panisch mit den Flügeln und schlittert damit über den Schnee.

Aber ich bin stolz. Richtig stolz!

Heute hat Herrchen mir was zum spielen gegeben. Ich sollte Leckerli unter Töpfen und Schüsseln hervorfischen. Herrchen findet, daß ich das garnicht mal so schlecht gemacht hab. Hat auch Spaß gemacht. Aber guckt selbst.

Yuki fischt Leckerli


Yuki kriegt das Leckerli nicht raus

Tja, Silvester, das war der Termin wo Frauchen und Herrchen mit Sorge herangingen. Naja, versteh nicht warum?


Ach, verstehe, Frauchen und Herrchen haben Angst, weil es ab und an mal kracht. Hey, ich bin doch da! Einmal zischte es vor unserem Fenster. So eine Frechheit! Herrchen und Frauchen wollten Schlafen. Also jetzt muss ich meiner Entrüstung doch wirklich mal Ausdruck verleihen: RRRRRRRWau! RRRRRRRWUFFFFF. So, der Störenfried ist wieder weg.


In der Nacht wurde es dann interessant. Ich ging zu meinem Lieblingsplatz im Wintergarten unds schaute mir das bunte Treiben in aller Ruhe an. Sehr interessant. Herrchen und Frauchen fanden das wohl auch, sie standen neben mir und schauten auch zu. Irgendwann gingen wir dann zu Bett.


Also Silvester ist nicht mal halb so aufregend wie Frauchen und Herrchen im Vorfeld getan haben!

Also wenn ich Frauchen richtig verstehe, ist Weihnachten etwas unheimlich tolles. Zumindest freut sie sich darauf, also freue ich mich auch.


An Heiligabend sind wir am Abend zu Herrchens Mutter gefahren. Wieso kreischt Herrchens Mutter so? Ich will mir den komischen Baum doch nur mal anschauen und Herrchen die schöne Kugel zeigen, die ich von Baum gepflückt habe...

Etwas später gabs dann Geschenke! Ich hab nen tollen Knabberknochen, mit Pansen gefüllt, geschenkt bekommen! Lecker, LECKER! Ausserdem gab es soviel Papier zu lesen! Herrchen ist ein Spielverderber, er meinte nämlich zu Frauchen, ob sie jetzt verstehe warum er das Einwickeln nicht mag. Aber ich lese doch so gern!


Aufjedenfall war alles unheimlich aufregend.


Am ersten Weihnachtstag ging es zu Frauchens Eltern. Auch hier wieder viel zu schnuppern, zu wühlen und zu schmeicheln.

Der Höhepunkt war jedoch der Abend. Herrchen und Frauchen haben auf ihren Wohnzimmertisch ihren Weihnachtsteller abgestellt und ich erwischte einen Moment, wo niemand im Raum war. Ohhhh war das lecker, einigers war zwar in so dummen metalliscehm Papier eingewickelt, aber man konnte es ja zerkauen. Ach ist das lecker.... Ich hab gar nicht gemerkt, das Herrchen auf einmal neben mir stand. Ich war ja auf ein riesen DOnnerwetter gefaßt, aber es gab nur ein paar kurze Telefonate und dann sind Herrchen und Frauchen doch tatsächlich noch mal mit mir Gassi gegangen, nein, wir wollten nochmla wegfahren. Toll, Ausflüge mag ich.


Aber was dann kam, furchtbar, furchtbar, FURCHTBAR!


Wie gingen in einen Raum, da saßen schon ganz viele andere Tiere, mit einem Hund hab ich mich etwas unterhalten... das klang nicht wirklich beruhigend. Aber wir haben den Raum schnell verlassen. Dann wurde ich auf einen kleinen Tisch gehoben, es piekste... und mir wurde schlecht...


Ich hatte das Gefühl ich wäre stundenlang bergauf und bergab gefahren und wieder bergauf und wieder bergab.... *Uärgh* Das war die Schokolade... Uärgh... noch mehr Schokolade... *uärgh* Frauchen hat den Raum verlassen.


Uärgh... nur noch schleim... Oh mann bin ich geschafft, uärgh.... kommt nichts mehr... uärgh... kommt wirklich nichts mehr... Ich will nie wieder Weihnachten haben...


Irgendwann durfte ich gehen. Gehen? Neeee. Ich geh heute nirgendwo mehr hin. Ich glaub, ich geh nie wieder irgendwo hin!


Ah, Herrchen trägt mich. Das ist aber auch das mindeste. Und ich dachte, es wird ein netter Abendspaziergang.



Am nächsten Morgen wußte ich nur noch eines: Kohldampf! Leider waren die Leckereien aus dem Wohnzimmer weggestellt. Aber es gab Frühstück. Schön. Ich glaube, Weihnachten ist doch nicht so übel.

Es hatte sich mal wieder Besuch angekündigt. Frauchen sagte mir, daß eine von unseren Gästen aus Japan kommen soll, also aus dem Land, aus dem ich angeblich komme, aber ich komme doch vom königlichen Spreeufer und nicht aus Japan!


Aber egal, es war Besuch und der Besuch war weiblich! Habe ich schon mal erzählt, daß ich unheimlich auf die Menschen-Weibchen stehe?

Heute sollte ein merkwürdiger Tag werden.


Irgendwann am Vormittag ging es auf den Platz der Hundeschule. So weit so gut, ein wenig rumtoben schadet ja nichts.


Nach einer Weile ging es dann jedoch in einen kleinen Raum wo ich mit Herrchen und Frauchen und noch einigen anderen Hunden mit ihren Frauchen zu einer Art Seminar war. Aber ich fand es anfangs äußerst nervig, ausserdem war ich viel zu aufgeregt, soviele Hunde, oviel zu schnuppern. Aber irgendwann merkte ich doch, wie die permanente Konzentration müde machte. Oder war es das immerwährende Gestreichel von Frauchen und Herrchen? Denn eines mußte ich beiden zugestehen, das Streicheln war schon genial! Aber ich wurde soooooo müde. Am Abend hatte ich kaum noch Lust herumzutoben, ein wenig mit Herrchen noch, aber lieber bei Frauchen im Sessel liegen.


Gute Nacht!


(*)Konkret ging es um ein sogenanntes Tellington-Touch-Seminar. Das Ganze mag auf den ersten Blick wie ein tiefer Griff ins Esoterik-Klo wirken. Aber eines ist sicher: Die Ruhe die man selbst dabei ausstrahlt, springt irgendwann auf den Hund über, er entspannt sich und genießt dier liebevollen besonderen Streicheleinheiten. Und da es dem Hund gefällt, kann man ruhig einmal Probe "touchen".

Heute beschloß Frauchen, mich ihrer Großmutter vorzustellen. Ich sollte mich also von meiner guten Seite zeigen. Sowas fällt mir leicht, schließlich bin ich ein Sonnenschein, zumindest sagen das Frauchen und Herrchen immer!


Als wir dann bei Frauchens Großmutter waren, komisch, genau wie bei Herrchen war die Mutter gar nicht so groß, benahm ich mich ganz ordentlich. Frauchen verkürzte mir die Zeit, in dem sie mir zu lesen gab, was ich dann auch brav tat.