Heute wollte ich es mal wissen. Herrchens Intelligenz gegen meine. Denn irgendwann mußte es mal sein, irgendwann mußten auch mal Grenzen gezogen werden, wollte ich wissen, wo ich stehe!

Es fing ganz einfach an: Herrchen nervt mich letzte Zeit ziemlich damit, daß er so tun will, als sei seine Stimme die Hundeleine und er mich nur aufgrund einiger weniger billiger Kommandos (HALT, SITZ, LAUF) steuern kann. Also für wie blöd hält der mich eigentlich? Aber ich bin nett und tue so, als ob er seinen Willen du4rchsetzen kann.

Aber heute wollte ich ihm mal zeigen, wie haushoch überlegen ich ihm bin.

Wir gehen also zum täglichen Gassigang auf die große Wiese nahe meinem Büro. Natürlich muß er das Ohne-Leine-Nur-Mit-Stimme-Spiel spielen.

Ich spielte mit. Bis zur Wiese. Dort durfte ich immer toben. So auch heute.

Ich weiß, daß Herrchen immer etwas sauer ist, daß ich ihn nie mitspielen lasse (Anm. Webmaster: Du ignorierst mich immer total). Und heute versuchte er mich auszutricksen. Er versteckte sich einfach.

Pahhh. Ein Shiba Inu läßt sich doch nicht so simpel austricksen. Ich hab genau gesehen, hinter welchem Busch er saß! Also hab ich mich nicht stören lassen, hab weiter gespielt, immer nur mal kurz hingeschielt, ob er noch da ist. Und irgendwann wurde es mir zu bunt: Ich drehte den Spieß um. *ICH* Hab mich versteckt.

Und ich hab es gewußt! Herrchen kommt nach einer Weile und fängt an zu suchen. Natürlich hat ein Mensch keine Chance, Die können einfach nicht so gut kucken, schnüffeln und die Spur aufnehmen.

Naja, mir wurde es jedenfalls bald zu langweilig. Denn Herrchen suchte und suchte. ALso schlich ich mich auf leisen Sohlen an ihm vorbei und bin nach Hause gegangen. Soll Herrchen doch suchen, der würde mich eh nie finden.

Irgendwann ist er auch entnervt zum Büro zurückgegangen. Tja, kann ich doch nix dafür, dass er nicht mitbekommen hat, daß wir nicht mehr Verstecken spielen sondern ein Wettlaufen gemacht haben.

Ich bin allhier!

Herrchens Gesicht war köstlich, als er mich völlig entspannt vor der Bürotür warten sah.

Also: Die Moral von der Geschicht, Yukis besiegt man nicht!

Meine Zweibeiner sind so durchschaubar. Urlaub heißt bei denen, lange Schlafen, alles ruhig angehen. Ich kann mich drauf einstellen: Es geht immer etwas später Gassi. Das kommt mir zupass. Kann ich auch länger schlafen (Anm. Webmaster: VIEL länger, Du Schlafmütze, man kriegt Dich kaum wach).

Und dann ging es wieder auf Tour.

Am Anfang war es furchtbar: ich mußte mit denen eine lange Holzbrücke langlaufen. Also ich gebe es unumwunden zu, ich hatte fürchterlich Angst. Ich hätte einbrechen und abstürzen können! Neeee, wenn ich Hosen an hätte, ich hätte sie wohl wechseln müssen.

Aber ich hab ja keine, also robbte ich fast über den Steg und presste mich zitternd ans Holz. Aber Herrchen war unerbittlich, es ging vorwärts, immer nur vorwärts.

Irgendwann war es dann genug und ich war der Meinung, eine kleine Belohnung hätte ich schon verdient. Herrchen fand das auch und ab ging es zum Hundestrand.

Leider war das Wetter nicht so gut und die Auswahl an Spielkameraden nicht sehr groß. Aber zum herumtollen, das Wasser beißen und etwas plantschen reichte es allemal. Schön. Ich fühl mich entschädigt. Herrchen, wir können nach Hause fahren. Ich bin müde.

Ui, ui, ui. Ich wußte es doch. Es lag etwas in der Luft. Herrchen war die letzte Zeit etwas gereizt.
Nicht dass er mit mir böse gewesen ist oder so, aber halt irgendwie gereizt.

Und dann erfuhr ich es, es war Zeit für Urlaub. Und es sollte wieder auf Reise gehen. Die letzte richtige Reise lag ja nun schon einige Zeit zurück.

Es sollte nach Rügen gehen. Rügen... ja da war irgend etwas. Genau! Ostsee, Hundestrand und massig Spaß. Herrchen und Frauchen den ganzen Tag nur für mich!

Leider gab es vor dem Spaß eine blöde lange Autofahrt. Und einmal sollte ich aussteigen.

Das war vielleicht komisch. Der Boden vibrierte, und ein furchtbarer Ton lag in der Luft (Anm. Webmaster: So etwas nennt sich Fähre).

Ich war froh, dass ich wieder einsteigen durfte. Zum Glück dauerte es nicht sehr lange und wir waren am Ziel. Und kaum hatte Herrchen geklingelt, wurde ich von einem großen Hund begrüßt, der mir als erstes zu verstehen gab, daß dies hier sein Revier sei, ich mit ihm zwar tollen dürfe, aber alles andere auch von ihm genehmigt werden mußte.

Misthundsverdammter! Immer wenn ich zu Herrchen wollte um Rat und seine Stärke zu holen stellte sich der Hund dazwischen. Das ist unfair!

Am Abend war ich selbtredend äußerst geschafft. Kein Wunder, es gab soviel zu erschnüffeln, zu untersuchen und zu entdecken!

Also heute ist mir aber wirklich etwas merkwürdiges passiert!

Aber der Reihe nach.

Heute wollte Herrchen etwas früher mit mir unseren abendlichen Gassigang machen. Es war noch richtig hell. Man konnte gerade noch sehen, wie die Sonne blutrot am Horizont unterging. Blutrot. Das *mußte* ein Zeichen sein!

Wir sind jedenfalls Gassi gegangen. Und Herrchen wählte eine größere Runde.

Ich stürme los und zerre Herrchen hinter mir her.

Und da sehe ich sie. Hockt zusammengekauert im Gras. 4 Pfoten, ein Kopf, langer Schwanz. Ja, das ist eine kleine Katze. Und ich bin ein Hund. Als Hund weiß ich, was zu tun ist: Rauf stürzen!

Doch die kleine Katze wurde plötzlich riesengroß. Und stieß ein Zischen aus, als ob eine Schlange aus ihr sprechen würde!

Ich bin erst einmal drei Schritte zurück gegangen. Sicher ist sicher. Dann einen Schritt näher. Und es war keine Einbildung. Das Monster wurde wieder größer! Ein Metamorph!

Alles klar. Ich hab es kapiert. Und außerdem war mir das Vieh eigentlich sowas von egal. Am Rand gab es viel mehr zu erforschen. Ich mußte dem DING nicht näherkommen.

Komisch. Die Katze bei mir zu Hause war kein solcher Metamorph. In welchen Film bin ich da nur geraten! Und das alles weil die Sonne blutrot unterging. Die Welt ist verrückt geworden!

Yuki am Wasserloch
Hach war das lustig.

Nach unserem üblichen Nachmittagsgang, hab ich Herrchen im Garten herumhantieren sehen. Das sah interessant aus. Da muss ich hin, da muß ich mitmachen. Es geht schließlich nicht an, dass nur Herrchen Spaß hat. Ich will auch Spass haben.

Und was für ein Spaß! Überall plätscherte es. Herrchen hat irgendwelche Wassertonnen abgelassen.

Hier eine Pfütze mit verdächtigen Geräuschen. Ein kühner Sprung, nicht das da ein Mäuschen noch entkommt! Eine Stelle war sehr interessant. Das könnte der Eingang sein, schnell graben. Herrchen sprang schnell zur Seite. Ja, halte Abstand, gleich kommt das Mäuschen aus dem Wasserloch...

Irgendwann war es dann genug. Kein Bock mehr. Ich will rein! Auf die Couch kringeln und schlafen.

Aber was war das? HILFEEEEEE. Herrchen packte mich, sehr fester Griff, alles Strampeln war vergeblich und bugsierte mich in die Badewanne.

HÜLFÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ. Frauchen ist auch oberfies! Ich bin doch schon nass. Ich brauch nicht noch mehr Wasser!

Aber die Erfahrung lehrte, Widerstand ist zwecklos. Also lieber schnell über sich ergehen lassen. Ist hoffentlich bald vorbei.

Wenn ich gewußt hätte, dass der Jagdspass so endet...

Ich weiss nicht, ob ich mich darüber freuen soll oder erbost bin: Unser Nachbar hat zu Frauchen gemeint, sein Hund (ein Husky-Mischling, Herrchen hat mir erzählt, bei Harry Potter sagt man zu so was Schlammblut), sei wenigstens noch ein Hund und nicht so ein Selbstgestrickter wie ich!

Herrchen war auch erst verwundert. Aber dann später erfreut. Er meinte, selbstgestrickt sei niedlich.

Naja, wenn Herrchen das niedlich findet, akzeptiere ich das.

Menschen sind schon komisch. Selbstgestrickter Hund! Pahhh, der soll seine Dame erst mal richtig erziehen. Er gibt ein Kommando, zum Beispiel "Sitz". Manchmal tut sie das sogar, aber steht sofort wieder auf. Ein ordentlicher Hund wartet, bis man den Befehl dazu bekommt!

Obwohl, manchmal kann ich auch nicht erwarten wieder losspurten zu dürfen! Aber Herrchen und Frauchen mögen sowas gar nicht, die bekommen dann immer so eine harte Stimme, da setz ich mich lieber gleich wieder hin.

Hach... Weihnachten ist ja sooooooo aufregend.

Zu Heiligabend waren wir bei Herrchens Mutter. Das war toll, denn es gab GESCHENKE! Meinen Knochen hab ich auch ganz schnell gefunden. Ihn packen und erst einmal in Sicherheit bringen, war dann eine Sache von wenigen Sekunden. Nicht dass ich den wieder abgeben muß.

Also eine gemütliche Ecke gesucht, bequem hinlegen und genüßlich kauen. Ich hab zwar den Verdacht, dass die Zweibeiner mich damit elegant abgeschoben haben, aber ich tu ihnen den Gefallen uns spiel mit.

Irgendwann im Laufe des Abends, ich hatte keinen Bock mehr auf dämliche Knochen, die sind nämlich sooooooo langweilig, habe ich mir gedacht, auf der Couch einkringeln und ne Runde schlafen.

Ich lag also auf der Couch. Herrchen rief zu seiner Mutter: "Schau mal, darf er das oder darf er das nicht?". Sie war entzückt. "Wie süß!". "DARF er das oder DARF er das NICHT??". "Naja, nein, eigentlich nicht."

Ich wußte, was jetzt gleich kommen würde. Und richtig, Herrchen knurrte: "Runter von der Couch!"

Also wenn Herrchen knurrt, dann darf ich ja wohl auch knurren!

Irks... so schnell hat mich Herrchen ja noch nie irgendwo heruntergeschmissen. Ich hätte wohl doch nicht knurren sollen.

Aber der Teppich war auch schön bequem. Außerdem passend zu meiner Fellfarbe! Haben die Zweibeiner gut ausgewählt.

Irgendwann kamen dann noch Freunde von Herrchens Mutter vorbei. Die eine Frau war aber komisch. Erst war sie sehr laut und mit plötzlichen Bewegungen (sowas mag ich nicht, denn man weiß nie, ob so eine Bewegung nicht plötzlich in einen Angriff mündet!), daß ich sie lieber auf Abstand hielt, denn sie hatte doch irgend etwas aggressives an sich und dann versuchte sie sich bei mir einzuschmeicheln. Also das hat mich verwirrt und wenn ich verwirrt bin, gehe ich lieber zu Herrchen, der weiß immer am besten was man machen muss und in Sicherheit war man da auch.

Merkwürdige Frau...

Herrchen sagte mir später, das würde sie immer machen, erst alle Tiere verschrecken und dann versuchen wieder sich einzuschmeicheln. Die meisten sollen darauf aber nicht reinfallen.

Irgendwann haben sich Frauchen und Herrchen aber auf den Heimweg gemacht. Ich hab mich nur ins Auto gelegt und bin weggeratzt. Es war aber auch zu aufregend. Überall gab es etwas zu schauen, zu schnüffeln, zu spielen und zu futter.

Also wenn es nach mir geht, könnte jeden Tag Weihnachten sein!

Am Vormittag habe ich mir gedacht, schläfst mal noch ein bisschen.

Am Nachmittag fand ich dann, daß es nun genug sei.

HERRCHEN! Ich bin wieder da!

Und zur Bekräftigung mehrmals durchs Haus toben. Herrchen freute sich. Und wenn Herrchen sich freut, freu ich mich auch. Und wenn ich mich freue, freut sich Herrchen noch viel mehr!

Sich wohlfühlen ist einfach toll!

Heute morgen fühl ich mich besser. Hab sogar Hunger. Und das Morgengassi macht auch Spass. Aber trotzdem, so ganz normal fühl ich mich nicht. Ich roll mich l,ieber ein und schlafe ne Runde.
Zwischendurch hat Herrchen mir einen kanten Brot gegeben, konnte man schön knabbern. Aber ich geh den heutigen Tag lieber ruhig an.
Wer weiss, vielleicht sind es nicht nur die Haare, die raus wollen, Herrchen meinte auch, ich könnte auch noch was anderes gefresen haben...
Morgen ist auch noch ein Tag.

Irgendwie ist gerade nicht meine Zeit. Frauchen und Herrchen wollen irgend so ein dummes Spiel mit mir spielen. Ich kapier nur nicht, was sie von mir wollen. (Anm. Webmaster: Dummerchen, du sollst einen Topfdeckel hochheben und darunter befinden sich Leckerli). Naja, ich mach einen großen Bogen um die blöden Deckel.
Irgendwie fühl ich mich nicht. ich hab zwar ordentlich gegessen, aber am Abend, hab ich mir gedacht, gehst mal in eine Ecke und *huärg* ja, das war mein Essen. Herrchen hat es schnell weggemacht und ich hab mich irgendwie mies gefunden. Denn eigentlich sollte man das nicht im Wohnzimmer machen.
Etwas später, ich sitz auf der Couch... oje, oje, schnell runter... *huärg* das war die zweite Portion, direkt unter den Tisch. Na, Herchen und Frauchen schimpfen wieder nicht.
Boah... is mir schlecht, lasst mich bloss in Ruhe. Herrchen meinte, da sei viel Fellballen mit dabei gewesen. Außerdem meint er, dass mußte ja so kommen, so wie ich Haaren würde. Frauchen meinte, ich sei wie ne Katze. Mann, mir gehts nicht gut! Müßt ihr mich da auch noch so beleidigen?
Verärgert hab ich mich auf der Couch eingerollt. Und allen zu verstehen gegeben, mich ja nicht mehr anzusprechen heute.
Leider wollte Herrchen unbedingt noch mal rausgehen. Kannst Du nicht allein gehen? WIeso muss ich immer mitkommen? Du bist doch schließlich alt genug.
Tja, und kaum war ich oben und im Bett, fragte Herrchen, wieso ich so zittern würde... MANN, nerv nicht, ich würge gerade. Ich schaffte es gerade in meine Kiste und *huärg* so, nun bin ich leer, das war die dritte Portion. Gute Nacht.