Juli 2007 Archive

Meine Zweibeiner sind so durchschaubar. Urlaub heißt bei denen, lange Schlafen, alles ruhig angehen. Ich kann mich drauf einstellen: Es geht immer etwas später Gassi. Das kommt mir zupass. Kann ich auch länger schlafen (Anm. Webmaster: VIEL länger, Du Schlafmütze, man kriegt Dich kaum wach).

Und dann ging es wieder auf Tour.

Am Anfang war es furchtbar: ich mußte mit denen eine lange Holzbrücke langlaufen. Also ich gebe es unumwunden zu, ich hatte fürchterlich Angst. Ich hätte einbrechen und abstürzen können! Neeee, wenn ich Hosen an hätte, ich hätte sie wohl wechseln müssen.

Aber ich hab ja keine, also robbte ich fast über den Steg und presste mich zitternd ans Holz. Aber Herrchen war unerbittlich, es ging vorwärts, immer nur vorwärts.

Irgendwann war es dann genug und ich war der Meinung, eine kleine Belohnung hätte ich schon verdient. Herrchen fand das auch und ab ging es zum Hundestrand.

Leider war das Wetter nicht so gut und die Auswahl an Spielkameraden nicht sehr groß. Aber zum herumtollen, das Wasser beißen und etwas plantschen reichte es allemal. Schön. Ich fühl mich entschädigt. Herrchen, wir können nach Hause fahren. Ich bin müde.

Ui, ui, ui. Ich wußte es doch. Es lag etwas in der Luft. Herrchen war die letzte Zeit etwas gereizt.
Nicht dass er mit mir böse gewesen ist oder so, aber halt irgendwie gereizt.

Und dann erfuhr ich es, es war Zeit für Urlaub. Und es sollte wieder auf Reise gehen. Die letzte richtige Reise lag ja nun schon einige Zeit zurück.

Es sollte nach Rügen gehen. Rügen... ja da war irgend etwas. Genau! Ostsee, Hundestrand und massig Spaß. Herrchen und Frauchen den ganzen Tag nur für mich!

Leider gab es vor dem Spaß eine blöde lange Autofahrt. Und einmal sollte ich aussteigen.

Das war vielleicht komisch. Der Boden vibrierte, und ein furchtbarer Ton lag in der Luft (Anm. Webmaster: So etwas nennt sich Fähre).

Ich war froh, dass ich wieder einsteigen durfte. Zum Glück dauerte es nicht sehr lange und wir waren am Ziel. Und kaum hatte Herrchen geklingelt, wurde ich von einem großen Hund begrüßt, der mir als erstes zu verstehen gab, daß dies hier sein Revier sei, ich mit ihm zwar tollen dürfe, aber alles andere auch von ihm genehmigt werden mußte.

Misthundsverdammter! Immer wenn ich zu Herrchen wollte um Rat und seine Stärke zu holen stellte sich der Hund dazwischen. Das ist unfair!

Am Abend war ich selbtredend äußerst geschafft. Kein Wunder, es gab soviel zu erschnüffeln, zu untersuchen und zu entdecken!