Juli 2006 Archive

So ein Elend. Mit der Hühnerjagd ist es wohl vorbei. Schade. Schade. Schade.

Aber heute hab ich beim Gassigang wieder etwas Rascheln gehört. Und da konnte ich einfach nicht. Ein Sprung und die Maus war mein!

Leider mußte ich auch diese hergeben, aber zumindest schien Frauchen sich zu freuen und auch Herrchen schimpfte nicht, als Frauchen es später berichtete.

Sind Mäuse also erlaubt? Hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich.

Ja, ichgebe es zu, ich bin auf den Geschmack gekommen.

Aber ein einzelnes mickriges Küken... Für einen passionierten Jäger wie mich muß es doch noch besseres geben, ich fühle es, ich bin zu höherem berufen.

Und ich geb mich doch nicht mit einer Kostprobe zufrieden, wenn ich das ganze Buffet haben kann.

Aber der Reihe nach: Schon eine ganze Zeit versuchen Frauchen und Herrchen mich durch Müdemachen daran zu hindern, das heimische Grundstück zu verlassen. Bislang hat das sogar ganz gut geklappt.

Aber wenn ein Shiba Inu einmal Blut geleckt hat, dann hält ihn nichts auf.

Ich will das ganze Buffet! Undich weiss, wo ich es mir holen kann!

Also schleich ich mich nach dem Gassigehen weg, geh zum Nachbarn rüber, finde den Eingang und rauf auf sie mit Gebrüll. Herlich, herlich! Was für ein Gegacker, Gekreische. Die Biester sind ganz schön schnell und ich weiß gar nicht auf welches ich mich zuerst stürzen soll. (Anmerkung Webmaster: Und das war Dein Glück, denn wenn nur ein Huhn umgekommen wäre...)

Leider kam irgendwann der Nachbar mit einem großen Knüppel, ziemlich wütend und auch Herrchen stürzte herbei, augenscheinlich noch wütender. Denn er packte mich am Schlawittchen und schüttelte mich, als wär ich seine Beute. Ich bin doch kein Huhn!

Dann schleppte er mich rüber und warf mich einfach in eine Ecke und knurrte etwas unverständliches. Ich hab nur was von "Kopfabreißen" oder so verstanden.

Uhhhh... war ich unglücklich. Insbesondere wo Herrchen mich die nächsten Tage im Garten nicht mehr frei herumlaufen ließ.

Herrchen war auf Dienstreise. Also durfte ich Frauchen beschäftigen. Aber auch ein braver Hund wie ich braucht ab und an etwas Zerstreuung. Und wie kriegt man die? Ganz klar, man geht zur Jagd.

Denn was einmal klappt, klappt auch ein zweites Mal: Mit frauchen Gassie-Gehen, Frauchen ablenken, Anschleichen, Sprung...

Herrchen hat mir später die entsetzte Mail von Frauchen vorgelesen: "Hallo Ron. Yuki hat noch ein Küken gerissen. Hat noch gezuckt und liegt jetzt mit offenem Bauch neben dem Weg. Und nun? *panikschieb* Elisa"

Herrchen ist zum Nachbar rüber und hat alles geregelt.

Hach wie herlich. DIe morgendlichen Gassigänge mit Herrchen am Wochenende sind toll.

Kein Gezerre, ich darf schnuppern, Nachrichten austauschen, und...

... Hühner jagen!

Unser Nachbar hat solch Flattervieh. Und einmal, Herrchen schaut gerade woanders hin, hör ich es rascheln.

Langsam, ganz langsam schleiche ich mich an. Und... Sprung!

Ein ohrenbetäubendes Gegacker, Gekreische und Flügelschlagen und ich hab es. Zwischen meinen Fänen zappelt ein kleines Junghuhn. Wie GEIL!

Schade, dass ich es auf Herrchens Befehl wieder ausspucken mußte. Es fühlte sich so frisch, so lebend so, so... GEIL an.

Herrchen fand das gar nicht so toll. Naja, der hat eh meist was zu meckern.

Schade. das Huhn blieb am Wegrand liegen.
(Anmerkung Webmaster: Es handelte sich um ein ein ein paar Tage altes Küken)