November 2004 Archive

Es hatte sich mal wieder Besuch angekündigt. Frauchen sagte mir, daß eine von unseren Gästen aus Japan kommen soll, also aus dem Land, aus dem ich angeblich komme, aber ich komme doch vom königlichen Spreeufer und nicht aus Japan!


Aber egal, es war Besuch und der Besuch war weiblich! Habe ich schon mal erzählt, daß ich unheimlich auf die Menschen-Weibchen stehe?

Heute sollte ein merkwürdiger Tag werden.


Irgendwann am Vormittag ging es auf den Platz der Hundeschule. So weit so gut, ein wenig rumtoben schadet ja nichts.


Nach einer Weile ging es dann jedoch in einen kleinen Raum wo ich mit Herrchen und Frauchen und noch einigen anderen Hunden mit ihren Frauchen zu einer Art Seminar war. Aber ich fand es anfangs äußerst nervig, ausserdem war ich viel zu aufgeregt, soviele Hunde, oviel zu schnuppern. Aber irgendwann merkte ich doch, wie die permanente Konzentration müde machte. Oder war es das immerwährende Gestreichel von Frauchen und Herrchen? Denn eines mußte ich beiden zugestehen, das Streicheln war schon genial! Aber ich wurde soooooo müde. Am Abend hatte ich kaum noch Lust herumzutoben, ein wenig mit Herrchen noch, aber lieber bei Frauchen im Sessel liegen.


Gute Nacht!


(*)Konkret ging es um ein sogenanntes Tellington-Touch-Seminar. Das Ganze mag auf den ersten Blick wie ein tiefer Griff ins Esoterik-Klo wirken. Aber eines ist sicher: Die Ruhe die man selbst dabei ausstrahlt, springt irgendwann auf den Hund über, er entspannt sich und genießt dier liebevollen besonderen Streicheleinheiten. Und da es dem Hund gefällt, kann man ruhig einmal Probe "touchen".

Heute beschloß Frauchen, mich ihrer Großmutter vorzustellen. Ich sollte mich also von meiner guten Seite zeigen. Sowas fällt mir leicht, schließlich bin ich ein Sonnenschein, zumindest sagen das Frauchen und Herrchen immer!


Als wir dann bei Frauchens Großmutter waren, komisch, genau wie bei Herrchen war die Mutter gar nicht so groß, benahm ich mich ganz ordentlich. Frauchen verkürzte mir die Zeit, in dem sie mir zu lesen gab, was ich dann auch brav tat.