Juli 2004 Archive

Oje, Herrchen ist schon wieder am Zusammenpacken. Das kann nur bedeuten, es geht wieder auf Tour.


Und natürlich habe ich mich nicht getäuscht. Sehr früh ging es los. Mein Auto war ziemlich vollgepackt. So voll, daß ich ganz allein hinten sitzen mußte. War ganz schön eng.


Irgendwan waren wir da. Laut Frauchen soll das Koblenz sein. Merkwürdige Stadt, ich hab nur ein sogenanntes Schloss gesehen, großes Haus, es ist sehr heiß, perfekte Kühlung, dank Steinfußboden.


Ich hab mich also erst einmal der Länge nach ausgestreckt, und die hektische Betriebsamkeit der Menschen beobachtet.


Irgendwann begann es voller zu werden. Und dann ging es los: "Ohhh wie süß, ein Fuchs!" Kam mir das nicht irgendwie bekannt vor? "Darf ich ihn mal streicheln?". "Darf ich mal ein Foto machen?"."Darf ich? Darf ich? Darf ich?" Ich muß hier raus. Zum Glück mußte ich mal pinkeln. Herrchen ging mit mir dann vor dem Schloß spazieren. Doch kaum war ich mindestens 10 Liter leichter, ging es von vorne los: "Wie süß, niedlich, knuffig..." und was weiss ich nicht noch alles. Und so oft hab ich Herrchen noch nie erklären hören, daß ich ein Shiba Inu sei. Doch während dies in Binz nur mehr oder weniger interessant war, war es hier anders: "Ach wie süß, ach wie toll, Jaaaaapan, kawaii desu". Herrchen, lass uns ins Schloß zurückgehen, da wollte mich wenigstens nur jeder zweite anfassen...


Am Abend wurde es anfänglich auch stressig: Herrchen und Frauchen gingen mit einigen anderen ins Restaurant. Puuhhh... voll. Egal, müüüüüüdeeeeeeee.


Aber nicht immer war es schlimm. Einmal hab ich beim Gassi gehen einen großen Schäferhund getroffen. Das war herrlich. Herumtoben, herumtoben, herumtoben. Schade nur, daß Herrchen sich nicht getraut hat, mich von der Leine loszumachen. Hätte er ruhig machen können, ich war mir sicher, daß er nicht wegläuft. So mußte er mit mir mitrennen und war nachher genauso müde wie ich!


Der Horror kam am Samstag. Herrchen entdeckte, daß sich eine Zecke eingenistet hat. Zecke... hört sich schlimm an. Und Herrchen und Frauchen führten sich auch fast so auf, als ob ich gleich ins Gras beißen würde, dabei zupfe ich nur gerne mal am Rasen, aber beissen tu ich nicht!


Es war jedenfalls eine Tortur, die Nervosität von Herrchen und Frauchen übertrug sich auf mich. Und prompt ging ales schief. Herrchen hatte zwar den Körper, der Kopf blieb stecken. Ganz toll! Werd ich nun zum zweiköpfigen Hund oder was? Aber Herrchen versuchte es am nächsten Tag noch mal, allerdings tat er so, als wolle er mit mir spielen und den Bauch streicheln. Einmal ziepte es und er meinte, daß er nun fast alles beseitigt hätte. Ein nettes Weibchen sagte auch, daß es ok aussähe, nichts entzündet sei. Puhhhh... da bin ich wohl dem Tod noch mal von der Schippe gesprungen...


Am letzten Tag war ich dann schon relativ gereizt. Immer dieses Anfassen, Streicheln, Fotographieren. Aber igendwie fing es auch an, mir zu gefallen. Denn ein paar der Leute waren wirklich nett und manche Mädels wirklich kuschelig. Tja, vielleicht werde ich die 3 tollen Tage auch vermissen, wer weiß?


Am schönsten war jedoch, daß Herrchen mir versprach, mir einen eigenen Fanclub einrichten zu wollen, obwohl ich nicht so ganz verstand, was das ist.

Meine Kiste ist mein Castle
Wenn ich Frauchen und Herrchen richtig verstanden habe, ist heute unser letzter Tag, also die letzte Chance, mit meinen Freunden vom Hundestrand herumzutollen. Heute waren wir am linken Strand, der gefällt Frauchen besser, der Strand ist schöner. Und es waren, da wir blendendes Wetter hatten, unheimlich viele Hunde da, darunter auch einige Bekannte.

Frauchen war von einer weißen Akita Inu-Hündin begeistert. Da sie jedoch recht distanziert war und außerdem für mich viel zu groß, schaute ich nach anderen Spielkameraden. Ich wurde auch schnell fündig, mit einer, tja, was war sie bloss, Hundedame kam ich ins Gespräch. Paula, ging schnell auf mich ein und das Herumtoben begann!

Später zeigte mir Herrchen einen ganz jungen, 12 Wochen alten Dackelwelpen. Mir war er zu murkelig, aber seine Zweibeiner hatten eine Schüssel mit Futter hingestellt. Da hab ich mich natürlich sofort selbst zum Essen eingeladen. Trotz meiner wütenden Proteste schleppte Herrchen mich mit den Worten, "Man klaut nicht kleinen Kindern ihren Lolli", zu unserem Liegeplatz. Zum Glück hatte auch Herrchen etwas Knabberkram dabei.

Spielen mit einem Japan Chin
Als wir dann gehen mußten, trafen wir zwei Japan Chin, Lilly und Izmo, Frauchen war ja hin und weg. Ich überlegte, ob ich anfangen müßte, eifersüchtig zu werden. Frauchen unterhielt sich mit deren Frauchen und ich hatte etwas Zeit mir die beiden Zwerge genauer anzuschauen. Naja, ganz süß und erstaunlich, obwohl so klein, können die ganz schön Zwicken!

Tja, und dann war es irgendwann vorbei. Tschüß Hundestrand!

Maja, die Seidenfellhündin.
Mit ihr konnte ich toll toben
Heute war endlich richtig tolles Sommerwetter. Herrchen und Frauchen zog es also wieder an den Strand. Und da ich natürlich mitkam, ging es an "meinen" Strand. Toll war, daß schon viele andere Hunde da waren, einige kannte ich bereits. Aber ein Hundemädchen hat es mir besonders angetan. Maja, ein Seidenfellhund, war nur geringfügig älter als ich und fast so groß wie ich. Hach konnte man mit ihr toll herumtoben!

Irgendwann verschwanden Frauchen und Herrchen in der komischen nassen Fläche, die, die man nicht trinken darf. Was soll das? Die können mich doch nicht einfach zurücklassen? Ich versuchte jedenfalls hinterher zu kommen. Aber leider wurde es schnell sehr tief und immer diese Wellen!

Ich bin doch kein begossener Pudel!
Irgendwann verlegte ich mich aufs Jammern, vielleicht ließen sie sich damit erweichen. Pustekuchen! Sie dachten gar nicht dran. Na wartet, ein paar Schritte näher ging es noch, aber als die Wellen fast über mir zusammenschlugen war es mir dann doch zuviel. Aber Herrchen und Frauchen ließen sich jetzt endlich erweichen.

Aber nun wollten sie wissen, ob ich schwimmen könnte... was sollte diese Frage? Natürlich kann ich schwimmen, was auch immer das bedeutete.

Argh... hätte ich bloss nicht gefragt. Herrchen nahm mich nämlich auf den Arm und ging ein paar Schritte ins Wasser und setzte mich ab. Irks... kein Boden unter den Füßen... Also sttrampeln, strampeln, strampeln...

Ist das Hundepaddeln?
Das war also Schwimmen. Nicht mein Ding, danach sieht man ja aus wie ein begossener Pudel. Meine Freunding Maja, die unbedingt hinter mir herkam, war auf einmal seltsam dünn!

Aber sich im Anschluß im Sand wälzen und die schönsten Löcher buddeln, *das* macht wieder einen riesen Spaß!

Als es dann nach Hause ging, war ich schon sehr müde. Aber es gab noch einmal furchtbare Aufregung. Denn Herrchen und Frauchen meinten, daß der Sand und das Salz aus dem Wasser aus meinem Fell raus müsse. Und das heißt, ab unter die Dusche.

*BRRRRRRRRRR* Nun war ich klatschnaß bis auf die Haut. Selbst mein lautes Schreien und Fiepen und Quiecken half nichts. Zum Glück war es schnell vorbei und ich wurde sogar richtig abgetrocknet. Aber es dauerte noch lange, bis ich wirklich trocken war!

Das war es dann endgültig an Aufregung! Mir reicht es für heute. Außerdem kann ich kaum noch einen Schritt gehen. Gute Nacht!

Haa! Ich wußte es! Die Wahrheit liegt da draußen. Es gibt sie, die Artgenossen!


Aber der Reihe nach. Heute sind Herrchen und Frauchen in ein kleines Kaff namens Sellin gefahren und haben mich in eine Buchhandlung gezerrt. Wo ich ja auch so gut lesen kann!


Doch plötzlich werden wir von einem 14jährigen angequatscht. "Ist das ein Shiba Inu?". Ich hätte ja gesagt: "Neee ne Dampfwalze". Aber Frauchen war extrem überrascht, daß tatsächlich jemand *MICH erkannt hat. Es stellte sich heraus, daß zur Familie des Jungen ebenfalls ein Shiba Inu gehörte. Und natürlich wurde ich ihm vorgestellt. Er hieß Odin von Nippons Reich (ein Zwinger aus Radebeul, laut Auskunft eines Radebeulers die inoffizielle Hauptstadt Deutschlands, der Nabel der Welt etc. etc. etc. Ulf kommt immer so ins Schwärmen) nd war so ziemlich genau 1 Jahr alt.


Herlich, endlich mal jemand, der nicht so viel größer war, jemand, der so dachte wie ich, da machte das Kämpfen und Ringen gleich noch mal so viel Spaß!


Leider ging das viel zu schnell vorbei. Aber es ist schön zu wissen, daß aus einem selbst einmal solch ein Prachtbursche werden wird.


Ansonsten gings zum Strand, immerhin war endlich mal strahlend blauer Himmel. Aber Herrchen war es immer noch zu kalt zum Baden und wenn er nicht rein geht, werd ich es auch nicht tun. Basta!


Daß ich am Abend wieder ausgesprochen müde war, muß ich wohl nicht explizit erklären, oder?

Ahhhh... schön. Herrchen und Frauchen ließen den Tag ruhig angehen. Erst am frühen Nachmittag machten sie sich ausgehfertig. Tja, wird es also wieder eine Tappeltour geben.


Hey, was soll das? Die gehen ohne mich! Und nu? Ich könnte schlafen gehen, meine Kiste war ja noch da. Alternativ könnte ich auch einfach... hmmmm... ja, ich könnte auch an Frauchens Schaumstoffhausschuhen rumkauen, das lenkt ab und beruhigt die Nerven, sollte es glatt auf Rezept geben.


Nach einer endlos langen Zeit (2,5 Stunden - Anmerkung Webmaster) kam Herrchen allein zurück. Hmmmm... man hört ja immer wieder, dass die Menschen vorm Urlaub gerne mal Familienmitglieder einfach im nächsten Park an den Baum binden und dort lassen...


Aber jetzt war ersteinmal wichtiger, daß ich rauskam, ich mußte dringends! Und dann ging es den mittlerweile gewohnten Weg zum Strand. Toll, Herrchen hatte Frauchen am Strand ausgesetzt. Und viele, viele Hunde waren da!


Ich stürzte mich also ins Vergnügen, mit einem Boxerweibchen konnte man richtig toll raufen, allerdings war sie etwas größer und viel schwerer, so mußte ich doch einige Male alle Viere von mir strecken. Dann hab ich einen kleinen Yorkshire gefunden, auf diese Leistung war ich richtig stolz, wußte gar nicht, daß es so kleine Hunde gab. Außerdem, endlich mal jemand, der kleiner war als ich. Außerdem hatte er ein hübsches Spielzeug, daß ich auch mal probieren wollte. Auuuuuuuuuuu... hat das Mistvieh spitze Zähnchen... Und wieder was gelernt: Klein und bissig tut weh.


Aber da war ja noch ein grosser Golden Retriever mit langem Fell, der hatte auch einen hübschen Ball, und wenn klein und bissig weh tut, dann sollte das Gegenteil, groß und nicht bissig, kein Problem darstellen...*jauuuuul* *quieck*... *zufrauchenstürzundwein* DAS GING ALLES SO SCHNELL. Und Herrchen ist sooooo gemein, er verbot Frauchen, mich zu trösten. Er murmelte was von "muß kapieren, dass andere ihr Spielzeug verteidigen".


Der Sand war schnell aus dem Auge gerieben und wirklich weh getan hatte ja auch nix, aber dem Großen geh ich doch besser aus dem Weg. Herrchen begann nun, mich ins Meer zu locken, naja, ich kann ja mal mit den Füßen probieren. Stimmt schlimm ists nicht, aber plötzlich kam eine Welle und ich stand da wie ein begossener Pudel. Aber war nicht schlimm, schnell in den Sand gestürzt und sich trocken gewälzt!


Ja, heute war richtig was los am Hundestrand. Vor alem ein Junge gefiel mir, der beschäftigte sich viel mit mir und da ja mein Rassestandard festlegt, daß wir Shiba Inus Kinder mögen, spielte ich auch toll mit ihm.


Der Tag war viel zu schnell vorbei, aber zu Hause ist es auch schön, kann man schlafen und bekommt man nicht von allen Seiten immer wieder neue Eindrücke, daß einem der Kopf surrt.


Bei der Gelegenheit will ich mal zusammenfassen, was die Leute auf der Strandpromenade alles so über mich sagen: "Ohhhh... ist der niedlich", bekomm ich eigentlich immer zu hören. Aber mindestens so häufig bekamm ich zu hören: "Sieh mal ein Fuchs" bzw. "Der sieht ja aus wie ein Fuchs". Als ob Füchse so einen hübschen Schwanz hätten, die können ihren nämlich nicht so adrett in Schleifen legen! Interessant fand ich den AUsruf: "Sieh mal Mama, ein Teddybär". Sehr oft kam auch: "Ein Dingo!". Nicht ganz undumm war die Frage, ob ich ein Husky sei. Gar nicht schön fand ich, dass viele mich einfach mitnehmen wollten, Frauchen hat natürlich sofort protestiert, fand ich irgendwie beruhigend.


Achja, natürlich haben wir Frauchen vom Strand wieder mit nach Hause genommen. Wär ja auch ungerecht, am Strand gibs nix zu fressen!

Also langsam übertreiben es Frauchen und Herrchen! Wirklich! Aber der Reihe nach.


Der Morgen begann wie üblich. Herrchen bequemte sich, mit mir auf'n Lokus zu gehen. Danach verschwanden wir beide wieder im Bett: Ich in meiner Kiste und Herrchen zu Frauchen ins Bett. Ich find übrigens doof, daß ich da nicht rein darf, um mitzukuscheln!

Gegen 10 Uhr stand Herrchen dann endgültig auf, kurze Pinkelpause und dann gabs endlich Frühstück. Trotz des gestrigen Ruhetags war ich immer noch müde, aber man soll das Frühstück ja nicht verderben lassen, also hab ich wie üblich reingehauen.


Irgendwann bequemte sich auch Frauchen aus dem Bett. Komisch, wieso braucht sie eigentlich immer so viel länger als ich und Herrchen?


Nachdem Frauchen und Herrchen gefrühstückt hatten, begannen sie 'ne Menge Zeug zusammenzusammeln. Das kannte ich schon, dann gibt es immer einen längeren Ausflug. Ja, es ging runter zu meinem Auto. Ich nahm hinten Platz und Herrchen durfte mich wieder fahren.


Während der Fahrt fiel mir wieder ein, daß ich etwas vergessen hatte: Ich mußte dringends für große Jungs. Zum Glück hatte ich Herrchen schon gut beigebracht, auf welche Wünsche er doch bitte einzugehen hat! Er hielt an und... uaaaa... fertig.


Nach einer guten Stunde waren wir dann da. Und dann ging die Tortur los: Vom Parkplatz zu irgend so nem doofen Turm latschen. Und ich durfte nicht mal mit rauf! Zum Glück hatte Herrchen keinen Bock raufzugehen und blieb bei mir. Irgendwann wurden wir von einem netten kleinen Mädel angequatscht. Sie wollte mich unbedingt streicheln. Naja, zum Glück hatte mir mal jemand verraten, daß wir Shiba Inus mit Kindern prima klarkommen, ich war deshalb also nett und hab mich Streicheln lassen. Aber Herrchen hatte doch arge Probleme zu verhindern, daß ich nicht nach den Händen des Mädchens schnappte. Standard hin, Standard her, nach anderer Leute Pfötchen schnappen, macht einfach zu viel Spaß, und ein wenig knurren verstärkt den Spaßfaktor noch.


Irgendwann war Frauchen wieder da. Nun sollte es endlich Mittag geben. Herrchen machte meine Süffelschüssel klar und eine handvoll Futter. Ich futterte alles auf. Denn eines wußte ich bereits: Wenn man irgendwohin ging, mußte man meistens den Weg auch wieder zurückgehen.


Meine Ahnung trog mich nicht, bin ein helles Kerlchen, gelle?


Wir begannen zurückzulaufen. ALso so lang hatte ich den Weg gar nicht in Erinnerung. Als wir am Auto ankamen, ließ ich mich ersteinmal ins Gras plumpsen. War ich geschafft. Zum Glück wollten Herrchen und Frauchen nicht gleich zurück fahren.


Die Rückfahrt habe ich verschlafen. Und auch zu Hause suchte ich gleich meine sich wieder an Ort und Stelle befindliche Kiste auf.


Aber das war noch nicht der Rest des Tages. Da endlich die Sonne einmal herausgekrochen kam, bettelte Herrchen bei Frauchen, ob wir nicht noch mal raugehen können. Frauchen ließ sich schnell überzeugen. Tja, und da man seinen Menschen auch ausreichend Auslauf gönnen muß, war ich auch einverstanden, obwohl ich schlafen doch irgendwie cooler fand!


Es ging, dann also zum Hundestrand, ca. 1 km Fußmarsch. Peanuts... AM Strand trafen wir ein paar Hunde, einer war nur etwas älter als ich, toll, mit ihm durfte ich meine Kräfte messen, leider war er größer als ich, aber da ich ihm fast bis an den Bauch reichte, konnte ich ihm immer in die Beine zwicken. unfair war nur, dass der sein größeres Gewicht ausnutzte und mich damit öfter mal zu boden drückte. Aber es machte Spaß!


Danach konnte ich noch mit Herrchen herumtoben.


Irgendwann hatte ich dann riesen Durst. Wobei ich die Bemerkung von Herrchen nicht so richtig verstand, wieso er das nächste Mal wieder zu trinken für mich mitnehmen wolle. Es gab doch hier Unmengen von Wasser! Es schmeckte zwar irgendwie anders und ich hatte irgendwie auch nicht den Eindruck, das das Durstgefühl geringer wurde, aber es war Wasser, viel Wasser. Nur dumm, dass Herrchen mich davon nicht viel trinken liess!


Als wir dann zu Hause waren, stürzte ich mich auf meine Schlabberschüssel und schleckte und schleckte und schleckte.


Und dann war ich endgültig geschafft heute. Gute Nacht, weckt mich, wenn ich mal aufs Klo muß, ihr wisst ja in etwa, wann es soweit ist...

Heute habe ich mich mit Frauchen und Herrchen auf einen sehr langen Fussmarsch gemacht. Wir
sind die gesamte Strandpromenade lang gelaufen. Am schönsten war die Waldstrecke. Da lagen
soviele Kienäppel, die konnte man so schön schnappen und drauf herumkauen. Gemein war nur,
daß Herrchen mir die immer geklaut hat.


Am Ende der Promenade kamen wir zum Strand. Hach war das toll! Ich wurde von einem großen
Hund stürmisch begrüßt. Herrchen hat mich schnell von der Leine befreit und ich durfte mit
dem Hund herumtoben. Ein großer schwarzer kam hinzu, aber der wollte lieber baden, wobei ich
nicht verstehe, was daran so toll sein soll, Frauchen und Herrchen wollten mich auch dazu
bringen, sie boten mir sogar Leckerli an. Aber ich bin doch nicht bestechlich!


Jedenfalls haben wir toll getobt. Nur schade, daß ich so klein bin, aber zum Glück fand ich
die Sachen von Frauchen und Herrchen. Da konnte ich mich raufstellen und war damit ein
bisschen größer.


Irgendwann sind wir dann zurückgelaufen. Der Weg wurde immer länger und länger. Hey, ich bin
schließlich noch klein! In unserem Quartier angekommen, war ich wie zerschlagen. Schlafen, schlafen, schlafen!

Auch heute ging es wieder zum Strand. Aber diesmal wollten meine Leute am Strand langlaufen. Und da ich kein Spielverderber sein wollte, manchmal muss man auch seinen Leuten einen Gefallen tun, bin ich mitgegangen. Nach einer Weile machte Herrchen mich von der Leine los. War das toll. Herumtoben, Buddeln, Stöckchen tragen, große Stöckchen, versteht sich. Ab und an rief mich Herrchen zu sich und da es auch Leckerli gab und ich mich freute wenn Herrchen ganz begeistert war wenn ich auf ihn zu gerannt bin, hab ich auch meistens auf das Wort "Komm her" gehört.


Auf dem Rückweg trafen wir einen sehr großen Hund, der mit seinen Leuten spielte und ab und an sich ins Meer stürzte. Also mir war das ja viel zu kalt, naja, eigentlich fürchtete ich mich, bin schließlich klein und das Meer ist viel größer als ich, da darf man sich fürchten. Außerdem ist Herrchen auch nicht reingegangen. Da muß ich ja wohl auch nicht! Der andere Hund jedenfalls schien so viel Spaß wohl auch nicht zu haben, er stürzte immer wieder raus. und schüttelte sich, so daß ich auch bald tropfnass war. Jedenfalls löste Herrchen die Leine und ich durfte mit ihm spielen. Das hat Spaß gemacht, auch wenn ich aufpassen mußte, der andere war ja größer und konnte mich leicht umwerfen.


Als wir weitergingen, kamen wir an einem Restaurant vorbei. Und da ich schon sehr müde vom Herumtollen war, sind wir reingegangen. Drinnen gabs extra für mich einen Napf mit Wasser. Jaaaa... ein wenig hinlegen und schlafen. Soweit ich das noch mitbekam, bestellten sich Herrchen und Frauchen auch noch was, aber ich krieg ja eh nichts ab...


Später zu Hause bin ich nur noch zu meinem Bettchen gestolpert und hab den Rest des Tages verschlafen. Es war aber auch zu aufregend, so viele Hunde, so viele Menschen, immer neue Gerüche... An Urlaub könnte ich mich gewöhnen...

Am Vormittag sind wir die Hauptstraße lang gelaufen, War das aufregend, soviele Gerüche, soviele neue Situationen. Ich glaube, ich muss Frauchen und Herrchen ziemlich zur Weißglut getrieben haben: Hinsetzen, schauen, ein paar Schritte machen und wieder hinsetzen. Hey, ich bin klein, außerdem wer läuft schon gerne ins Unbekannte? Ich jedenfalls nicht.


Irgendwann waren wir an unserem Ziel angelangt. Ein weißer Strand. Und das Beste ich durfte frei laufen und ich konnte buddeln, buddeln buddeln. Ich glaub, ich hab die schönsten Löcher vom ganzen Strand gegraben!


Kurz nach Mittag ging es wieder heim. Ich war müde, hungrig und durstig, obwohl letzteres ging, da meine Leute an mein Schlabbernapf gedacht hatten!


Den Nachmittag hab ich verschlafen. Herrchen und Frauchen sind ohne mich weggegangen. Eigentlich wollte ich protestieren, aber ich war wirklich müde. Und am Abend ist Herrchen noch umfangreich mit mir spazieren gegangen. Langsam fange ich an, die Gegend zu kennen.


Interessant war noch, wieviele Artgenossen wir getroffen haben. Die meisten waren nett und haben mich schnuppern lassen. Nur einer war garstig, so ein großer. Der knurrte so, daß mir fast das Blut in den Adern gefror.


Langsam habe ich das Gefühl, Herrchen und Frauchen machen mich mit Absicht abends so müde. Auch diesmal war ich am Abend froh, endlich in die Heia zu kommen.

Uih... was ging denn heute morgen ab? Frauchen und Herrchen entwickelten eine hektische Betriebsamkeit. Das Wörtchen Urlaub fiel immer wieder. Und auf einmal ging es los. Im Auto war meine Schlafkiste, die ich natürlich ersteinmal belegte. Sicher ist sicher, nicht dass mir die jemand noch wegschnappt!


Die Fahrt selbst war lustig, Frauchen saß zusammen mit mir hinten, da konnte man prima spielen. Nur Herrchen war ein Spielverderber, er meinte, wir sollen nicht so einen Radau machen!


Zwischendurch gab es eine Pause, endlich was zu trinken und Hunger hatte ich auch. Aber meine Leute hatten an alles gedacht. Sehr schön, das gibt ein Bienchen.


Irgendwann waren wir dann endlich da! Herrchen murmelte etwas von zweieinhalb Stunden Stau und anderthalb Stunden Fähre anstehen, was auch immer das heißen mag.


Ich war jedenfalls äußerst müde. Ich merkte fast nicht, daß der Schlafort gar nicht mein übliches Zimmer war. Egal, meine Schlafstelle war da, das reichte.