Entfesselungskünstler

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Auch im Büro immer
eine gut gefüllte Futterschale
Es wird hell und Herrchen kommt endlich. Ich hab mir fast ein Loch in den Bauch gefreut, denn die Nacht ist doch recht langweilig. Stolz hab ich Herrchen gezeigt, wie schön ich schon gepullert habe. Komisch, Herrchen hat sich nicht gefreut, stattdessen hat er Frauchen aus dem Bett geholt und ist gleich mit mir Gassi gegangen. Das fiel mir leicht, da ich schon gepullert hatte, konnte ich mich voll aufs Streunen konzentrieren.

Nach einiger Zeit mußte ich wieder ins Auto gehen, diesmal wurde ich mit einem kurzen Band regelrecht angegurtet. Herrchen hielt das für eine gute Idee. Ich fand es furchtbar, war viel zu kurz. Allerdings hat mich mein neues Brustgeschirr mich nicht so eingengt wie das Alte, welches doch recht stark mir, vor allem beim schnellen Laufen, die Luft nahm.

In der Firma angekommen fand ich wieder die Kuscheldecke vor. Sehr gemütlich. Aber viel wichtiger, endlich gab es Frühstück!

Dann erst einmal die Augen zu machen und sich von innen begucken, schließlich war ich schon Dreiviertelsechs (5:45 Uhr, Anmerkung Webmaster) eine gute halbe Stunde stark am Joggen gewesen.

Als ich wach wurde, hat meine Blase arg gedrückt, ich hatte schließlich eine ganze Schüssel Wasser getrunken. Denn im Gegensatz zu zu Hause, wo meine Trinkschale in der Küche stand, ich mag diesen glatten Fliesenboden gar nicht, war mein Napf hier schön plaziert.

Schlafen am Futterplatz
Mein Herrchen hat dazu gelernt, er ist gleich mit mir raus gegangen. ich hab mich schnell in die Büche geschlagen und... hach... war das schön.
Mit leerer Blase sind Herrchen und ich wieder herrumgerannt wie verrückt. Und dabei ist mir aufgefallen, daß mein Brustgeschirr etwas zu locker saß. Als Herrchen dann wieder zurück gehen wollte, ich aber vom Herumtoben noch nicht genug hatte, wandte ich einen kleinen Trick an. Ich zog mit aller Kraft entgegen der Zugrichtung vom Herrchen, dadurch lockerte sich das Brustgeschirr, schnell ein Pfötchen durchgeschoben und ich war frei! Nur dumm, daß Herrchen den Trick irgendwie geahnt haben mußte. Da half alles Quiecken nicht, er hatte mich mit festem Griff im Arm.

Das es recht warm war, hab ich mich schnell wieder schlafen gelegt. Insgesamt hab ich Herrchen heute gezeigt daß ich verstanden hatte, zumindest glaubt er daß, aber in Wirklichkeit hab ich ihm nur beigebracht, wann ich mal dringend auf den Lokus musste...

Am Abend bekam ich dann Besuch, die Mutter von Herrchen kam. Irgend etwas an ihr gefiel mir nicht. Und ich war überrascht wie tief ich schon knurren konnte. Respektvoll hielt sie Abstand. Sie versuchte es dann mich mit Leckerli zu ködern. Aber so dumm bin ich nicht, da könnte ja jeder kommen. Das Leckerli hab ich aber trotzdem gekriegt. Mein Knurren hielt sie aber weiter auf Abstand. Dann nahm mich Herrchen auf den Arm. Ok, tu ich ihm den Gefallen und lass mich streicheln. Immerhin findet sie mich trotzdem süß! Und ich fand lustig, wie die alle gerätselt haben, warum ich knurrte. Ich könnte es ihnen sagen, aber ich tu es nicht. Ein paar Geheimnisse möchte ich auch für mich behalten.

Dann ging es nach Hause. In meinem Bauch hat es schon ziemlich gerumpelt. Denn das letzte Mal Häufchen machen, lag schon etliche Stunden zurück.

Spielen mit der Wäsche.
Leider verboten.
Als ich zu Hause war, war ich deshalb sehr nervös. Wieso kapierten die Dummies von Frauchen und Herrchen nicht, daß ich mich dringend entleeren mußte? Irgendwann wurde der Druck zu stark. Was raus muß, muß raus! Auweia gab das Ärger. Inflagrantie ertappt. So wütend hab ich Herrchen noch nicht erlebt. Und das Wörtchen "pfui" kam zu meinem Wortschatz endgültig dazu. Zum Glück scheint Herrchen nicht besonders nachtragend zu sein. Sie haben unser abendliches Gassigehen nicht einfach abgesagt! Denn mittlerweile mußte ich auch pullern. Schön, daß unser Rundgang wieder auf meiner Klo-Wiese vorbei führte. Frauchen hat sich sehr gefreut. Der Rest des Spaziergangs verlief eigentlich ziemlich ereignislos. Nur Herrchen hat mir ziemlich oft vorgeschrieben, wo ich langzugehen hatte. Frauchen läßt mir da mehr Freiheit!

Am Abend war ich dann sehr müde. Nur einmal gab es noch Aufregung. Herrchen und Frauchen schauten TV, wieder dieses laute Fussball. Und plötzlich, Herrchen und Frauchen schrien laut Tooooor und kurz danach krachte es mehrmals draußen ganz furchtbar, Herrchen schien das geahnt zu haben und hat Frauchen zu mir geschickt. Die hat mich dann in den Arm genommen und beruhigt. Man war das ein Schreck!

Was wird der nächste Tag an Aufregung bringen? Herrchen hat Besuch angekündigt. Mal schauen, was das für Zweibeiner sind...

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