Der erste Tag

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Schon als ich heute morgen aufwachte, hatte ich irgendwie ein komisches Gefühl.

Aber ich möchte mich erst einmal vorstellen: Meine Name ist Yuki vom königlichen Spreeufer. Ich bin ein Shiba-Inu.
 

Hier treffe ich zum ersten mal auf Elisa,
mein künftiges Frauchen

Bis zum Mittag verlief aber mein Tag wie die meisten in meinem bisher neunwöchigen Leben. Fressen, Schlafen und mit meinen Geschwistern rumtoben und einwenig Mama ärgern.

Doch dann war es irgendwie anders. Das Mittagessen fiel einfach aus.

Nach einiger Zeit tauchten zwei Zweibeiner auf. Ein Weibchen und ein Männchen. Da wir höflich sind und uns immer über Besuch freuen, haben meine Geschwister und ich die beiden Menschen stürmisch begrüßt. Wir wissen nämlich, daß das immer einen ersten tollen Eindruck bei den Zweibeinern hervorruft. Nach einer Weile verschwanden die beiden aber mit unserer Zwinger-Chefin.

Doch plötzlich wurde ich allein aus dem Zwinger geholt und ins Haus getragen. Zum ersten Mal ohne die Weggefährten! Wie furchtbar! Das verhieß bestimmt nichts Gutes. War ich vielleicht aufgeregt. Außerdem bekam ich das Ausgehgeschirr angelegt. Wo blieben meine Brüder? Wir sind nie getrennt Gassi gegangen!

Oje, nun wurde ich aus dem Haus getragen und in eines der kleinen Metalldinger gepackt mit dem die Menschen sich schnell von einem Ort zum anderen begeben, ich hab mal gehört, daß die Menschen Auto dazu sagen.

Ich fühlte, mein Leben befand sich an einer Trendwende.
 

Abschied von meiner
Zwinger-Mutter

Nachdem ich mich verabschiedet hatte, wusste ich zunächst nicht, wie mir geschah. Auf der Autofahrt war ich zwar schrecklich müde und bin aus dem Gähnen kaum heraus gekommen, aber es war alles sooo aufregend und neu, daß ich ganz zappelig war. Ich wollte schließlich nichts verpassen! Außerdem hoffte ich, daß bald mein Zwinger mit Mama und meinen Geschwistern auftauchen würde. Denn irgendwie war es mit den beiden fremden Zweibeinern doch recht unheimlich. Obwohl ich zugeben muß, mit dem Weibchen konnte man gut kuscheln!

Aber richtig genießen konnte ich es nicht. Es hat so gerumpelt im Auto und es gab viele Kurven. Irgendwann wurde mir dann klar, Mama, meine Brüder und Schwestern würde ich wohl so schnell nicht mehr wiedersehen. Da habe ich angefangen zu fiepen und immer wieder geheult, aber der weibliche Zweibeiner, ich denke, das sie das wird, was Mama als Frauchen mal bezeichnete, also mein neues Frauchen hat mir gut zugeredet und mir das Kommando `aus´ schon nahegebracht. Und weil ich schon öfters darauf reagiert habe, wurde ich viel gelobt. Das war schön.

Nach einer eeeeewig langen Zeit im Auto kamen wir endlich an meinem neuen Zuhause an. Und weil ich müde war, wurde ich hochgetragen. Das war auch schön.

In der Wohnung angekommen, habe ich erst einmal meine neue Wohnung beschnuppert und untersucht. Jeden Winkel kenne ich jetzt. Und das riecht alles so unterschiedlich hier! Sehr gewöhnungsbedürftig! Gottseidank kenne ich mein Frauchen schon sehr gut und erkenne ihren Geruch sofort. Deshalb bin ich froh, wenn sie in der Nähe ist.

Kuscheln mit Frauchen

Nachdem ich die Wohnung kennengelernt habe, haben sie mir gezeigt, wo ich schlafen kann. Sie haben mir ein schönes kuscheliges Pläzchen ausgewählt, ich glaube, das werde ich vorerst benutzen, vielleicht findet sich ja noch etwas besseres.

Nachdem ich rausgefunden hatte wo mein provisorischer Wassernapf und die Futterschale stehen, habe ich, um sicher zu gehen, dass es wirklich meines ist, was gefuttert. Und mein neues Herrchen meinte, es wäre an der Zeit gewesen, mal rauszugehen.
Außerdem mußte ich mal...

Also haben sie mir das viel zu enge Brustgeschirr angezogen und mir gut zugeredet, mitzukommen.
Nach so viel Überzeugungsarbeit haben sie mich doch neugierig gemacht. Also wieder auf die Schulter meines Frauchens und ab nach draußen.

Unten habe ich viel gezogen, bin viel rumgetollt und mochte lieber auf dem Rasen laufen, als auf dem Weg der so hart ist für meine Pfötchen.

Unterwegs habe ich 2 Enten verjagt, die da auf der Wiese saßen. Da mussten meine Leutchen ganz schön aufpassen, dass ich mich nicht auf die Enten stürze. Eine Bekannte meines Frauchens, die im Haus nebenan wohnt fand mich total süß und toll (hat sie so gesagt) und hat mich angestrahlt. Ich hatte aber erst eimal Angst vor ihr und habe mich nicht streicheln lassen. Also hob mich mein Herrchen hoch und sie konnte mich streicheln. War ja gar nicht so schlimm wie ich dachte. Sie schien mich jedenfalls zu mögen.

Wir sind dann gelaufen und im Sonenlicht kommte man laut meinem Frauchen mein schönes Fuchsfell bewundern.
Irgendwann konnte ich es nicht mehr anhalten. Ich nutzte eine Gelegenheit und schwups, waren zwei kleine Häufchen produziert. Mein Herrchen ist komich, hat er es doch mit einem Papiertaschentuch aufgesammelt und woanders hingeworfen. Erst später hab ich erfahren, daß man es nicht gern sieht, dass die Wege als Toilette verwendet werden. Von mir aus, solange *ich* es nicht wegräumen muß...

Plötzlich kam ein anderer Hund. Ein kleiner grauer Pudel, der aber schon älter war als ich. Der war ganz fürchterlich böse. Hat mich angeknurrt und mich beschnuppert. Wenn der mich beschnuppern kann, dann darf ich das auch!Dann fing er an zu bellen!
Ich hatte ganz fürchterliche Angst und habe mich in die Büsche geschlagen. Als der nicht aufhören wollte, hat mich mein Herrchen hochgehoben und ein Stück weggetragen.Mann, der ist ja richtig lieb!

Der Schreck saß mir noch in den Knochen, aber als ich weiter lief, war das bald vergessen.
Mein Herrchen hatte jetzt die Leine und ist mit mir gerannt, was ich toll fand.
 

Hach war ich müde...

Dann ging es wieder heim zu meiner neuen Wohnung. Ich Dummi traute mich erst nicht rein. Aber dann erinnerte ich mich, daß das ja jetzt meine Wohnung ist. ^_^;;

Naja, dann habe ich noch in der Wohnung getollt. Auf meiner Decke haben wir mit meinem tollen Ball gespielt, der aber noch viel zu groß ist. Den kann ich mit meinen Zähnchen noch garnicht umfassen! *jammer*
Aber dafür kann ich ja meinem Frauchen in die Finger beißen.
Das findet die garnicht toll. Ich glaube, sie versucht, mir das zu verbieten...

Ohje, war ich dann müde. Und wo ich grad so schön auf meiner Decke lag, konnte ich mich entspannen. DAS tat gut. Hab meine Augen geschlossen und alle 4e von mir gestreckt. Herrlich. Und Streicheleinheiten gab es auch dazu.

Naja, da mein Herrchen jetzt so laut etwas, was Fussball heißt guckt, bin ich geflohen und sitze jetzt hinter meinem Frauchen in ihrem Zimmer.

So ein aufregender Tag, ich hatte kaum Zeit meine Geschwister zu vermissen. Was wird es morgen geben?

Übrigens wiege ich schon 4 1/2 Kilo! Herrchen hat sich nämlich noch mit mir auf die Waage gestellt.

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